Was unwahrscheinlich war: Valentine

Valentine Promo-FotoEben bin ich über diese Nachricht gestolpert: „Valentine Romanski veröffentlicht am 15. Oktober 2010 ihre neueste Single ‚Black Sheep‘ und am 29. Oktober ihr drittes Album ‚Love Like Gold'“.

„Wer ist Valentine?“, werdet ihr euch nun vielleicht fragen. „Muss man die kennen?“

Nein, muss man nicht. Aber trotzdem, hier ist die Antwort: Valentine ist eine Berliner Popmusikerin, die Ende Mai 2005 ihre erste Single „Feel So Bad“ veröffentlicht hat. Sie wurde in vielen Musikkritiken gelobt und ist auch mal bei Stefan Raab aufgetreten. So wurde auch ich auf sie aufmerksam – was eigentlich ziemlich unwahrscheinlich war, denn ich sehe mir keine Sendungen mit Stefan Raab an. (Einmal abgesehen vom „Bundesvision Song Contest“ 2008, bei dem die Mittelalter/Folk/Metal-Band Subway to Sally für das Bundesland Brandenburg mit „Auf Kiel“ aufgetreten ist und verdient auf den ersten Platz gewählt wurde.) Aber auf irgendeiner Internetseite bin ich dann doch auf einen Link gestoßen, der Valentines Auftritt zeigte.

„Feel So Bad“ ist eine schöne, ruhige Ballade, die von Valentines Stimme und der Pianobegleitung lebt. Sie gefiel mir, also habe ich mir die gleichnamige Single gekauft. Diese enthält neben einer Radio-Version auch eine Demo von „Feel so Bad“, auf der nur Valentine zu hören ist, wie sie singt und sich selbst auf dem Klavier begleitet. Die Demo-Version von „Feel So Bad“ ist – soweit ich ihre Lieder kenne – Valentines schönster Song. Außerdem ist auf der Single das Lied „Sad“ zu hören, das in eine ähnliche Richtung geht wie „Feel So Bad“. Die Texte finde ich zwar nicht so gut, obwohl sie offenbar reale Erlebnisse Valentines verarbeiten, aber für eine Single, die etwas mehr als 12 Minuten dauert, reicht es mir, „nur“ hübsche Musik geboten zu bekommen. (Die Single müsste es übrigens noch als mp3-Download bei diversen Internet-Musikshops geben.)

Nachdem ich die Demo-Version nicht gefunden habe, kann man sich hier die Single-Version von „Feel So Bad“ anhören:

Die Meinungen zu Valentines ersten Album „Ocean Full of Tears“ (2005) waren dann allerdings eher negativ. Ich habe reingehört und hatte auch den Eindruck, dass Valentines Stimme durch eine unzureichend abgestimmte Instrumentierung leider meistens untergeht. Als Pop-Album ist es sicher ganz in Ordnung, aber auf mich wirkte „Ocean Full of Tears“ dahinplätschernd: eine hübsche Stimme, zugedeckt von Streichern und Schlagzeug. Damals habe ich zwar noch keinen Metal gehört, aber meine Ansprüche waren doch höher als das. Und „Emo-Musik“ fand und finde ich in den meisten Fällen entweder langweilig oder nervend.

Valentine veröffentlichte danach noch drei Singles und ein weiteres Album, „Blue Merry-Go-Round“ (2006), das jedoch nicht mehr an den relativen Erfolg von „Feel So Bad“ und „Ocean Full of Tears“ anknüpfen konnte. Es war still um sie geworden.

Aber kehren wir zurück ins Heute: Wer möchte, kann sich mit diesem offiziellen Link *klick* ein Live-Video und den Anfang eines Videoclips mit der Acoustic-Version von Valentines neuer Single „Black Sheep“ anhören. Wobei ich von der Live-Version abraten würde. Die Acoustic-Version ist aber hübsch, und das Video dazu ist schön gemacht, obwohl es vom Artwork her doch an Avril Lavignes „Alice“ erinnert. (Auch so ein Song, von dem ich nie erfahren hätte, wenn ich nicht Alan Rickman als Raupe in Tim Burtons „Alice in Wonderland“ hätte sehen wollen… xD)

Ich hoffe, dass es auf Valentines künftige Singles auch ein paar Acoustic-Versionen schaffen werden. Davon abgesehen ist ihre Musik für mich leider uninteressant.

2 Antworten zu Was unwahrscheinlich war: Valentine

  1. theomix sagt:

    Danke für den informativen Betrag! Ich kannte Valentine noch nicht. sie kommt nicht unter meine TOP 3, aber interessant,was du so herausgefunden und beobachtet hast.

    • Jary sagt:

      Haha, unter meine Top 3 auch nicht!😀
      Ich hatte noch einige Infos über Valentine auf meinem Rechner gespeichert, weil ich mir damals „Feel So Bad“ als kostenlose Sheetmusic von ihrer Website kopiert hatte und weil ich dazu auch einige Hintergrundinfos über das Lied haben wollte. Inzwischen sind die Informationen über Valentines frühere Karriere nicht mehr auf der Website zu finden. Einiges lässt sich aber noch über Amazon-Beschreibungen und Wikipedia rekonstruieren.

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