Shakespeare-Challenge: Macbeth (3)

Macbeth also. Gelesen habe ich die zweisprachige dtv-Ausgabe, weil wir Macbeth damals im Englisch-LK gelesen haben und dafür diese Ausgabe kaufen mussten.

1) Was gefällt Euch an dieser Tragödie gut bzw. nicht so gut?
Ähnlich wie bei Hamlet gefällt mir an Macbeth eigentlich alles. Am besten natürlich die Szenen mit den Hexen: „Fair is foul, and foul is fair: / Hover through the fog and filthy air“ (Act I, Scene 1). Nothing is as it seems. Und mir gefällt allgemein das Thema des eigentlich gar nicht so schlechten Menschen, dessen „tragic flaw“, Ehrgeiz, ihn am Ende zu Fall bringt. Hinzu kommen Macbeths Aberglaube gegenüber der Prophezeiung der Hexen und dass er tut, was Lady Macbeth ihm sagt…

2) Welche Bedeutung hat der erscheinende Geist Banquos?
Hm… Macbeth erschrecken, den Anwesenden Macbeths schlechtes Gewissen zeigen und sozusagen den Wendepunkt anzeigen, ab dem Macbeths Fall beginnt.

3) Wie und wann hättet Ihr Euch an der Stelle Macbeths anders verhalten?
Ich denke, Macbeth hätte einfach nur nicht auf die drei Hexen hören sollen… Wäre er genauso skeptisch gegenüber ihren Prophezeiungen gewesen wie Banquo, hätte er Duncan nicht ermordet und es wäre auch alles andere nicht passiert.
Anders ausgedrückt: Ich hätte einfach abgewartet und Duncan nicht umgebracht, wenn ich Macbeth gewesen wäre.

4) Mit welcher aktuellen Situation (z.B. einem Politiker) könnte man MacBeth vergleichen?
Wie schon erwähnt, geht es um den Fall eines eigentlich gar nicht so schlechten Menschen, dessen Fehler Aberglauben, Ehrgeiz und das Hören auf einen schlechten Berater (Lady Macbeth) sind. Einmal abgesehen vom Aberglauben dürften die letzten beiden Gründe wohl wesentlich für den Fall ziemlich vieler Menschen sein, die (zu) hoch hinaus wollten… Ein konkretes Beispiel fällt mir aber gerade nicht ein.

5) Was ist Euer Lieblingszitat?

Macbeth: Methought, I heard a voice cry, „Sleep no more!
Macbeth does murther Sleep“, – the innocent Sleep;
Sleep, that knits up the ravell’d sleave of care,
The death of each day’s life, sore labour’s bath,
Balm of hurt minds, great Nature’s second course,
Chief nourisher in life’s feast; –
Lady Macbeth: What do you mean?
Macbeth: Still it cried, „Sleep no more!“ to all the house:
„Glamis hath murther’d Sleep, and therefore Cawdor
Shall sleep no more, Macbeth shall sleep no more!“

Der Kontext von Act II, Scene 2: Macbeth hat gerade König Duncan getötet, den er hier als „Schlaf“ personifiziert. Da jeder Mensch schlafen muss, hat er mit Duncan zugleich auch einen Teil seiner selbst getötet; der Mord am König quält ihn.
Der Grund, warum ich gerade dieses Zitat so mag, ist vielleicht ein wenig obskur: Immer wenn ich bis spät in die Nacht noch was für die Uni machen muss, denke ich mir „Macbeth hath murther’d Sleep“, weil es meistens meine eigene Schuld ist, dass ich nicht schon vorher fertig geworden bin…

Zum Abschluss: Omnia – Wytches‘ Brew

… und ein Link zu Act IV, Scene 1, auf die das Lied anspielt.

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