Elenium-Trilogie

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David Eddings

Elenium-Trilogie, Band 1: Der Thron im Diamant

Genre: Epic Fantasy (mit Anleihen aus der Artussage)

Bände:
1. Der Thron im Diamant
2. Der Ritter vom Rubin
3. Die Rose aus Saphir

Klappentext Band 1 (Der Thron im Diamant):

Nach zehn langen Jahren des Exils kommt Sperber, Ritter des Pandionordens, heim nach Elenien, um seine Pflicht als Streiter der Königin zu erfüllen. Es soll keine glückliche Heimkehr werden.
Seine junge Königin, Ehlana, ist von einer geheimnisvollen Krankheit befallen worden – derselben, an der ihr Vater, König Aldreas, starb. Ehlana lebt, doch nur, weil die Zauberin Sephrenia sie auf ihrem Königsthron in unzerstörbaren Kristall eingeschlossen hat. Zwölf Ritter haben ihr Leben verpfändet, um Zeit zu gewinnen, damit ein Heilmittel gefunden werden kann. Nach Ablauf eines jeden Mondes wird einer von ihnen sterben, und wenn der letzte Ritter sein Schwert zu den anderen fügt, wird auch der Diamant zerschellen und Ehlana dem Tode geweiht sein – und mit ihr das ganze Königreich.
Gegen den Widerstand innerer und äußerer Feinde macht sich Sperber zusammen mit seinen Freunden auf eine verzweifelte Suche, um Ehlana und das Königreich zu retten. Ihre einzige Hoffnung gründet sich auf eine Sage aus grauer Vorzeit um ein Juwel von übernatürlicher Macht, welches selbst die Götter fürchten.

David Eddings ist der zur Zeit (Anmerkung: Das Copyright der deutschsprachigen Ausgabe ist 1991) erfolgreichste amerikanische Fantasy-Autor. In einem fesselnden neuen Roman, unverbunden mit seinen bisherigen Werken, beginnt er ein neues, phantastisches Abenteuer von Rittertum, Freundschaft, Liebe, selbstlosem Mut und dunkler Magie.

Inhalt:

Was durch den Klappentext nun einen ziemlich pompösen Eindruck macht und eine „übliche“ Story à la „edler Ritter rettet seine schöne, junge Königin“ erwarten lässt, ist in Wirklichkeit viel mehr. Die Elenium-Trilogie steckt voller ironischer Anspielungen, die mich sehr oft zum Lachen brachten, und nimmt das Fantasy-Genre kräftig auf die Schippe. Dies gelingt Eddings, obwohl sich Sperber (oder Sparhawk, so die englische Version – einer der wenigen Fälle, in denen der Name des Protagonisten übersetzt wurde und trotzdem nicht lächerlich klingt –) im Gegensatz zu den Scheibenwelt-Romanen, bei denen das Setting an sich schon verrückt ist, ausschließlich in einer in sich logischen Fantasywelt bewegt.
Die ständigen Sticheleien der Hauptfiguren über Gott und die Welt (eine Floskel, die hier nur allzu of wörtlich genommen werden kann) tragen ebenfalls viel zum Lesespaß (auch wörtlich zu nehmen) bei. Wer möchte, kann grundsätzliche politische Anspielungen, die ebenfalls ironisiert werden, erkennen. Köstlich ist auch, wenn sich Patriarch Dolmant, der etwa einem Kardinal entspricht, mit der styrischen Göttin Aphrael unterhält – die für ihn ja gar nicht existieren dürfte, was ihn ganz schön in Verlegenheit bringt.

Bei alledem kommt die Spannung und das Abenteuer nicht zu kurz, im Gegenteil!

Die Elenium-Trilogie ist für mich Eddings’ bestes Werk. Eine schöne Freizeitlektüre.

Übrigens schließt sich an die Elenium-Trilogie noch die ebenfalls dreibändige Tamuli-Saga an, die man aber nicht unbedingt gelesen haben muss. Vieles wiederholt sich, und der Schluss hat mir nicht so gefallen. Trotzdem kann derjenige, der die Charaktere lieb gewonnen hat und sie weiter begleiten möchte – so ist es mir ergangen –, beruhigt zur Fortsetzung greifen.
Der tamulische Kaiser Sarabian, der erst in der Tamuli-Saga auftritt, ist übrigens eine meiner Lieblingsfiguren. Numero zwei nach Dolmant.

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